Autor*in: Dorena Gudamar
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Der Rechtsstaat zwischen Warteschleife und Holzhammer
Es gibt im deutschen Rechtsstaat offenbar zwei Arten von Geschwindigkeit.
Bei schweren Straftaten arbeitet er oft langsam, überlastet und verspätet. Bei kleinen Geldschulden dagegen entwickelt er plötzlich erstaunliche Effizienz. Dann stocken nicht die Akten, sondern der Zugriff funktioniert reibungslos.
Das ist keine humorige Pointe, sondern eine politische Schieflage. Wer wegen eines offenen Betrags von ein paar Hundert Euro nicht zahlen kann, erlebt den Staat oft durchaus agil, streng und vor allem unerbittlich.…
Der Nebel der Selbstverständlichkeit
Wir sprechen oft über Filterblasen im Internet. Doch die eigentlichen Blasen sind meist älter, tiefer und gesellschaftlicher. Der Artikel „Der Nebel der Selbstverständlichkeit“ untersucht, wie Milieus, Medien, Politik und soziale Erfahrungen unsere Wahrnehmung prägen — und warum gerade die eigene Sichtweise selten so objektiv ist, wie wir glauben.…
Die letzte Fahrt
Ein Bach, ein Papierschiffchen und ein Wort in hellblauer Farbe.
„Die letzte Fahrt“ erzählt leise von Abschied, Erinnerung und den Dingen, die weiter treiben, obwohl wir sie festhalten möchten.…
Die Kunst, den Wasserschaden zu verwalten
– Kommentar –
Die Kunst, den Wasserschaden zu verwalten
– Kommentar –
Nicht jedes soziale Problem entsteht plötzlich. Viele sind seit Jahren bekannt – bei Mieten, Löhnen oder sozialer Absicherung. Statt die Ursachen konsequent anzugehen, wird häufig vor allem ihre Verwaltung ausgebaut: Zuschüsse, Anträge, Übergangslösungen – einhergehend mit sprachlich weichgespülten Kürzungen.…
Arbeit soll sich schließlich lohnen
– Kommentar –
Arbeit soll sich schließlich lohnen
– Kommentar –
Der Mindestlohn gilt für alle. Außer für die Ausnahmen.
Und genau diese Ausnahmen sollen offenbar weiter wachsen. Während von Fairness und Wettbewerbsfähigkeit gesprochen wird, geraten erneut jene unter Druck, die ohnehin kaum eine Lobby haben. Dies nennt sich moderne Sozialpolitik und flexible Gerechtigkeit. Es stellt sich die Frage, für wen Arbeit sich eigentlich noch lohnen soll.…
Überflieger
In einem Leben zwischen Aufbruch und Rastlosigkeit ist eine Figur unterwegs nach überall – und kommt doch nirgends an. Zwischen Mondgesprächen, Sternentänzen und stillen Momenten am Fluss entfaltet sich ihr eine leise Sehnsucht nach Begegnung. Es ist die Suche nach einem Gegenüber, das vielleicht nie erscheint – und zugleich die Entscheidung, immer weiterzugehen.…
