Überflieger
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Ich habe kein zuhause,
bin überall und nirgendwo,
leb mit dem Koffer in der Hand,
doch mein Herz brennt lichterloh.
Manchmal fang ich Sonnenstrahlen.
Manchmal red ich mit dem Mond,
mit Blumen, Bäumen und mit Steinen,
dem Gesicht, das in der Pfütze wohnt.
Zieh durch Orte Jahr für Jahr,
leb mein Leben nur für mich,
wander über tausend Stufen,
doch nirgendwo traf ich auf dich.
Manchmal tanz ich mit den Sternen,
nachts, wenn alle Lichter gehn
in den Häusern, in den Straßen,
dann, wenn Menschen Menschen sehn.
Steh am kühlen Fluss und lausche
auf Lieder, die vorüberziehn,
geheimnisvoll, mit leisen Worten,
bevor sie mit den Wellen fliehn.
Manchmal heul ich mit den Wölfen,
schreie laut: „Was macht das schon!“
Heut falt ich mir einen Flieger
aus Papier und flieg davon.
