Wenn ein Zuhause verloren geht
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– Wohnen Teil 1 –
Eine wahre Geschichte aus meinem Bekanntenkreis lässt mich schon länger darüber nachdenken, was Wohnen mit Menschen machen kann. Den echten Namen möchte ich nicht nennen. Nennen wir sie deshalb Carola.
Carola lebte allein mit ihrem fast erwachsenen Sohn. Sie hatte ihr Leben lang gearbeitet, viele Nachtschichten darunter – nicht zuletzt wegen der Nachtzuschläge. Wer im Pflege- und Gesundheitsbereich arbeitete und nicht gerade zu den gut verdienenden Berufsgruppen dieser Sparten gehörte, konnte zusätzliches Geld gut gebrauchen.
Später wurde Carola krank und kam in Frührente.
Ihre Rente war klein. Dazu kam, dass steuer- und sozialversicherungsfreie Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit keine zusätzlichen Rentenansprüche erzeugen, weil darauf keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden.
Trotzdem reichte das Geld zunächst.
Carola wohnte mit ihrem Sohn in einer verhältnismäßig günstigen Wohnung am Stadtrand. Die Wohnung war schön, die Miete bezahlbar. Eigentlich hätte alles gutgehen können.
Dann wechselte in der Wohnung unter ihr der Mieter. Sie wurde anschließend erheblich teurer weitervermietet.
Carola dagegen hatte ihren alten Mietvertrag.
Und damit begann der Ärger.
Sie war inzwischen krank, frühverrentet und häufig zu Hause. Zunehmend wurde sie den Hauseigentümern zum Dorn im Auge. Es folgten Auseinandersetzungen und Schikanen. Nicht einmalig, sondern immer wieder.
Irgendwann hielt sie es nicht mehr aus.
Sie kündigte.
Was sie dabei unterschätzte, war der Wohnungsmarkt.
Carola hatte regelmäßige Einkünfte. Sie konnte eine angemessene Miete bezahlen. Sie suchte keine große Wohnung, keine besondere Lage, keinen Luxus.
Trotzdem fand sie nichts.
Entweder waren die Wohnungen zu teuer oder man lehnte sie als Mieterin ab.
Als die Kündigungsfrist abgelaufen war, standen Mutter und Sohn mehr oder weniger auf der Straße.
Vielleicht hätte Carola aus sozialen oder mietrechtlichen Gründen noch Möglichkeiten gehabt, länger in ihrer bisherigen Wohnung zu bleiben. Aber sie hatte Angst davor, was dann folgen würde. Noch mehr Streit, noch mehr Schikanen, noch mehr Auseinandersetzungen mit den Eigentümern.
Sie wollte nur noch weg.
Schließlich kamen die beiden in einer Wohnung für Wohnungslose unter. Zwei Zimmer, klein, sauber, sehr einfach und mitten in der Stadt.
Carola war zunächst erleichtert. Es geht ja noch, dachte sie. Und suchte weiter.
Diese Unterkunft war keineswegs kostenlos. Carola verfügte über eigenes Einkommen und musste für ihre Unterbringung bezahlen.
Wochen vergingen. Dann Monate.
Die Mieten stiegen. Die Nebenkosten stiegen. Und sobald irgendwo eine Wohnung auftauchte, die noch in Carolas finanziellen Rahmen passte, war sie bei Weitem nicht die einzige Interessentin. Solche Wohnungen waren begehrt.
Carola hatte mit ihrer kleinen Rente und ihrer inzwischen prekären Wohnsituation kaum eine Chance.
Dann kam 2015.
Deutschland nahm innerhalb kurzer Zeit sehr viele Menschen auf, die Schutz suchten. Länder und Kommunen mussten schnell Unterkünfte bereitstellen. In Baden-Württemberg wurde die vorläufige Unterbringung durch ein Finanzierungssystem abgesichert, bei dem das Land den Stadt- und Landkreisen für 2015 zunächst 13.260 Euro je aufgenommenem Asylsuchenden erstattete. Diese Summe war keine bloße Miete. Sie sollte unterschiedliche Kosten der Aufnahme und Unterbringung abdecken.
Auch Carolas Wohnsituation änderte sich dadurch.
Sie musste die Zweizimmerwohnung verlassen, in der sie mit ihrem Sohn untergebracht worden war. Für schutzsuchende Syrer, wie man ihr sagte.
Anschließend kam sie in eine Vierzimmerwohnung.
Von diesen vier Zimmern erhielt sie wiederum zwei für sich und ihren Sohn.
Die beiden anderen Zimmer wurden mit Asylsuchenden belegt.
Mir erschließt sich dieses Vorgehen nicht und ich fragte mich: Wozu? Was war daran anders? Zwei Zimmer vorher, zwei Zimmer nachher.
Für Carola und ihren Sohn war tatsächlich fast alles anders. Sogar gravierend anders.
Sie hatten nun keine eigene Wohnung mehr. Küche, Bad und Toilette mussten mit fremden Menschen geteilt werden. Aus einer kleinen, aber abgeschlossenen Unterkunft war eine Wohngemeinschaft geworden, die keiner der Beteiligten freiwillig gewählt hatte.
Und die neue Unterkunft wurde für Carola teurer.
Die Unterbringung wurde in diesem Haus nach Personen abgerechnet. Die genauen damaligen Beträge kann ich heute nicht mehr sicher rekonstruieren und möchte deshalb keine Zahl nennen. Aber ich erinnere mich sehr genau an den Mechanismus und an Carolas Erzählungen darüber.
Durch die personenbezogene Belegung brachte dieselbe Wohnung dem Eigentümer erheblich mehr ein als eine normale Vermietung an eine Familie. Vergleichbare Vierzimmerwohnungen im selben Haus wurden regulär zu deutlich niedrigeren Gesamtmieten vermietet. Nach Carolas Angaben lagen die Einnahmen aus der personenbezogenen Unterbringung ungefähr doppelt so hoch.
Damit entstand ein offensichtlicher wirtschaftlicher Anreiz.
Der Eigentümer versuchte, weitere Wohnungen auf diese Weise zu vermieten. Wo sich Möglichkeiten ergaben, sollten reguläre Mietverhältnisse beendet und Wohnungen für die neuen Menschen in unserem Land genutzt werden.
Für die untergebrachten Asylsuchenden wurden die Kosten aus öffentlichen Mitteln getragen. Das war Teil des gesetzlichen Unterbringungssystems.
Carola dagegen musste ihren Anteil selbst finanzieren.
Sie hatte schließlich Einkommen.
Nur reichte dieses Einkommen zwar gerade eben noch, dass sie ihre Unterkunft bezahlen musste – nicht aber dazu, auf dem freien Wohnungsmarkt eine Wohnung zu bekommen, die bezahlbar war und die man ihr auch tatsächlich vermietete.
Ihre Teilnahme und ihr Lebensbereich waren nun erheblich eingeschränkt.
Damit geriet sie zwischen zwei Systeme.
Sie war wohnungslos genug, um in einer entsprechenden Unterkunft leben zu müssen.
Aber finanziell eigenständig genug, um dafür selbst bezahlen zu müssen.
Und sie hatte keine wirkliche Alternative.
Jahre vergingen.
Carola suchte weiter.
Sie vergrößerte ihren Suchradius erheblich. Nicht mehr nur die Stadt kam infrage, sondern auch das Umland. Hauptsache eine eigene Wohnung, die sie bezahlen konnte.
Sie fand keine.
Währenddessen veränderte sich das Leben in der gemeinsamen Vierzimmerwohnung.
Das Paar, das die anderen beiden Zimmer bewohnte, bekam Kinder.
Erst eines. Dann mehr.
Schließlich lebten dort zwei Erwachsene und drei kleine Kinder in zwei Zimmern.
Carola und ihr Sohn bewohnten die anderen beiden.
Küche, Bad und Toilette teilten alle miteinander.
Was einmal als Übergang gedacht gewesen war, war zu einem jahrelangen Zustand geworden.
Es gab viele Fälle, in denen sich Wohnungsknappheit, teure Mieten und viele Bewerben begegneten.
Carolas Fall stand nicht völlig für sich.
Wenn Knappheit Gruppen gegeneinander stellt
Ein anderer Konflikt zeigte sich 2016 im baden-württembergischen Rottweil.
Dort beschloss der Gemeinderat, auf dem Hegneberg ein neues Wohnhaus für anerkannte Flüchtlingsfamilien zu errichten. Geplant waren zwölf Wohnungen für bis zu 48 Menschen. Das Haus sollte in ökologischer Holzbauweise entstehen, für eine Nutzungsdauer von etwa 50 Jahren ausgelegt sein und etwas mehr als zwei Millionen Euro kosten. Das Land förderte das Projekt im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus mit 25 Prozent. Die vorgesehene Miete betrug 5,36 Euro je Quadratmeter.
Das allein wäre zunächst nichts Außergewöhnliches. Anerkannte Geflüchtete brauchen Wohnungen wie andere Menschen auch.
Interessant wird der Fall durch den Kontext.
Der damalige Bürgermeister erklärte im Gemeinderat gleichzeitig, dass der Wohnraum in Rottweil „extrem knapp“ sei. Auf der Warteliste der städtischen Wohnungsbaugesellschaft standen bereits 103 Einzelpersonen und Familien. Zusätzlich ging die Stadt davon aus, dass dauerhaft mehrere hundert Flüchtlinge mit Bleiberecht Wohnraum benötigen würden.
Der Neubau war deshalb politisch umstritten.
Auch aus der Bevölkerung kamen Sorgen und Vorbehalte. Der Gemeinderat hatte den Standort zunächst keineswegs geschlossen begrüßt. Erst nach ausführlicher Diskussion wurde das Projekt mit großer Mehrheit beschlossen.
Das Problem bestand nicht darin, dass Geflüchtete vernünftig wohnen sollten.
Das Problem lag in der Wahrnehmung einer Bevölkerung, die selbst erlebte, wie schwer bezahlbarer Wohnraum zu finden war.
Wenn Menschen jahrelang auf Wohnungen warten oder sich Wohneigentum nicht leisten können und gleichzeitig beobachten, dass für eine bestimmte Gruppe ein neues, öffentlich gefördertes Wohngebäude errichtet wird, entsteht zwangsläufig die Frage, warum vergleichbare Anstrengungen nicht auch für andere Menschen mit geringem Einkommen unternommen werden.
Hinzu kam ein weiterer Punkt, der für unsere heutige Wohnungsdebatte interessant ist: Die Sozialbindung des Gebäudes sollte nur zehn Jahre dauern. Danach war vorgesehen, das Haus so attraktiv gestaltet zu haben, dass es auch auf dem freien Wohnungsmarkt bestehen konnte. Gerade deshalb erhielt es Keller und Tiefgarage.
Auch das ist ein Mechanismus, der die Gemüter der Stadtbewohner hochkochen ließ. Der Staat fördert bezahlbaren Wohnraum – aber die soziale Bindung ist häufig zeitlich begrenzt.
Hier sogar – sehr zeitlich. Ein nicht nachzuvollziehender Beschluss.
Baden-Baden: Senioren, Geflüchtete und derselbe knappe Wohnraum
Jahre später entstand in Baden-Baden ein Konflikt, der bundesweit Aufmerksamkeit erregte.
Im Schwarzwaldwohnstift in Lichtental hatte die Stadt zunächst leerstehende Wohnungen angemietet. Diese wurden Geflüchteten und kurzfristig wohnungslos gewordenen Familien zur Verfügung gestellt. Die Gebäude bestanden aus einzelnen Eigentumswohnungen; Teile der Anlage wurden weiterhin für betreutes Wohnen genutzt.
Dann erhielten Bewohner des Wohnstifts Räumungsaufforderungen.
Plötzlich stand der Vorwurf im Raum, ältere Menschen sollten ihre Wohnungen verlieren, damit diese anschließend an die Stadt zur Unterbringung Geflüchteter vermietet werden könnten.
So einfach war der Fall allerdings nicht.
Die Stadt Baden-Baden erklärte ausdrücklich, sie habe nur bereits leerstehende Wohnungen angemietet und von den Räumungsaufforderungen nichts gewusst. Hintergrund war ein länger andauernder Rechtsstreit zwischen der Wohnungseigentümergemeinschaft und dem Betreiber des Wohnstifts. Nachdem die Räumungsaufforderungen öffentlich geworden waren, setzte die Stadt weitere Anmietungen zunächst aus. Den Senioren sollten nach Angaben der Eigentümerseite direkte Mietverträge angeboten werden.
Doch auch wenn die Stadt selbst niemanden aus seiner Wohnung setzen wollte, war der Konflikt real.
Der Staatsanzeiger berichtete, dass die Stadt zunächst 20 leerstehende Wohnungen angemietet hatte. Als weitere Wohnungen interessant wurden, betrieben einzelne Eigentümer Räumungsverfahren gegen teilweise hochbetagte Bewohner.
Damit standen plötzlich zwei Gruppen gegeneinander, die beide Schutz benötigten.
Ältere Menschen wollten in ihren Wohnungen bleiben.
Geflüchtete brauchten Wohnungen.
Kurzfristig wohnungslose Familien ebenfalls.
Keine dieser Gruppen hatte den Wohnungsmangel verursacht.
Und doch entstand eine Situation, in der es so aussah, als müsse die eine Gruppe weichen, damit die andere wohnen könne.
Und in den meisten Fällen ökonomisch begründet.
Genau darin liegt ein politisches Problem, das weit über die einzelnen Fälle hinausgeht.
Wenn politische Entscheidungen Ressentiments erzeugen
Menschen, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen, entscheiden weder über die Höhe kommunaler Unterbringungskosten noch über Mietmodelle, Förderprogramme oder die Vergabe öffentlicher Gelder.
Sie entscheiden auch nicht darüber, wie viele Sozialwohnungen gebaut werden, wie lange deren Bindungen laufen oder ob Kommunen ausreichend eigenen Wohnraum besitzen.
Das sind politische Entscheidungen.
Wenn allerdings bezahlbarer Wohnraum so knapp wird, dass mehrere Gruppen um dieselben Wohnungen konkurrieren, können aus diesen Entscheidungen soziale Konflikte entstehen.
Besonders problematisch wird es, wenn Menschen den Eindruck gewinnen, selbst seit Jahren keine Unterstützung oder keine bezahlbare Wohnung zu bekommen, während der Staat für eine andere Gruppe plötzlich schnell handeln und erhebliche Mittel mobilisieren kann.
Dann richtet sich der Ärger leicht gegen die Falschen.
Nicht gegen die Regeln.
Nicht gegen fehlenden Wohnungsbau.
Nicht gegen politische Versäumnisse.
Sondern gegen den Menschen, der nebenan eingezogen ist.
Auch Carola blieb davon nicht völlig unberührt.
Darüber möchte ich an dieser Stelle nicht weiter erzählen, weil es ihre persönliche Geschichte betrifft. Entscheidend ist etwas anderes: Selbst Menschen, die anderen in Not grundsätzlich offen gegenüberstehen, können unter jahrelanger eigener Belastung, wahrgenommener Ungleichbehandlung und Konkurrenz um elementare Dinge bitter werden.
Das ist kein Argument dafür, Geflüchtete schlechter zu behandeln.
Im Gegenteil.
Es ist ein Argument dafür, politische Systeme so zu gestalten, dass Bedürftige nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Eine Gesellschaft sollte sich davor hüten, aus Wohnungslosen, Rentnern, Alleinerziehenden, Menschen mit geringem Einkommen und Geflüchteten konkurrierende Gruppen zu machen, die sich gegenseitig als Ursache ihrer Not betrachten.
Denn die eigentliche Ursache liegt woanders:
Es fehlt bezahlbarer Wohnraum.
Was Wohnen mit einem Menschen machen kann
Für Carola änderte sich daran nichts. Sie suchte weiter. Jahr um Jahr.
Sie fand trotz regelmäßiger Einkünfte keine eigene Wohnung, die sie sich mit ihrer kleinen Rente leisten konnte und die man ihr vermieten wollte.
Irgendwann wurde die Suche weniger. Dann hörte sie beinahe ganz auf.
Ihre Krankheit verschlechterte sich. Sie wurde depressiv. Ihr Sohn war inzwischen viel unterwegs.
Aus einem vorübergehenden Zustand war ein Leben geworden, das sie nie gewählt hatte.
Keine eigene Wohnung.
Keine eigene Küche.
Kein eigenes Bad.
Keinen Ort mehr, der vollständig ihr gehörte und hinter dessen Tür sie die Welt draußen lassen konnte.
Irgendwann sagte sie wortwörtlich:
„Ich will nicht mehr.“
Eine geraume Zeit später standen wir alle fassungslos um ihr Grab.
Carolas Tod lässt sich nicht auf ihre Wohnsituation reduzieren. Menschen werden krank und sterben aus vielen Gründen.
Aber wer ihre letzten Jahre erlebt hat, kann auch nicht so tun, als spiele Wohnen für das Leben eines Menschen keine Rolle.
Eine Wohnung ist nicht einfach eine bestimmte Anzahl Quadratmeter.
Sie ist Rückzugsraum.
Privatsphäre.
Sicherheit.
Selbstbestimmung.
Und manchmal merkt eine Gesellschaft erst, was Wohnen bedeutet, wenn ein Mensch all das verloren hat.
Quellen
- Deutsche Rentenversicherung: Steuerfreie Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge. Erläuterungen dazu, wann Zuschläge steuer- und sozialversicherungsfrei sind und deshalb keine zusätzlichen Rentenbeiträge entstehen.
- Ministerium für Staatsministerium Baden-Württemberg: Handbuch Flüchtlingshilfe Baden-Württemberg, 2015. Informationen zu Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten im Jahr 2015.
- Landtag Baden-Württemberg / Flüchtlingsaufnahmegesetz Baden-Württemberg: Finanzierung der vorläufigen Unterbringung von Asylsuchenden. Für 2015 wurde den Stadt- und Landkreisen eine Erstattung von 13.260 Euro je aufgenommener Person gewährt; diese umfasste nicht nur Unterkunft, sondern verschiedene Aufwendungen der Flüchtlingsaufnahme.
- Schwarzwälder Bote, 3. Juni 2016: „Anerkannte Flüchtlinge ziehen auf Hegneberg“. Bericht über den Beschluss der Stadt Rottweil zum Bau von zwölf Wohnungen für bis zu 48 anerkannte Geflüchtete auf dem Hegneberg; Baukosten von etwas mehr als zwei Millionen Euro, Förderung durch das Land, vorgesehene Miete von 5,36 Euro je Quadratmeter und zehnjährige Sozialbindung.
- Stadt Baden-Baden, 8. November 2023: „Stellungnahme der Stadt Baden-Baden zur Berichterstattung zum Schwarzwaldwohnstift“. Angaben zur Anmietung leerstehender Wohnungen durch die Stadt und zu den bekannt gewordenen Räumungsaufforderungen gegenüber Bewohnern des Wohnstifts.
- Stadt Baden-Baden, 15. November 2023: „Schwarzwaldwohnstift: Vertreter der Eigentümergemeinschaft geben Erklärung ab“. Weitere Einordnung des Konflikts; die Stadt hatte leerstehende Wohnungen für Geflüchtete sowie kurzfristig wohnungslos gewordene Familien angemietet und erklärte, von den Räumungsaufforderungen zuvor nichts gewusst zu haben.
- Stadt Baden-Baden: Stellungnahme des Oberbürgermeisters zur Unterbringung von Geflüchteten und wohnungslosen Menschen. Hintergrundinformationen zur Nutzung des Schwarzwaldwohnstifts, zur Unterbringung ukrainischer Geflüchteter und zur Suche nach zusätzlichem Wohnraum.
Persönliche Quelle: Die Geschichte „Carola“ beruht auf persönlichen Gesprächen und Erlebnissen aus dem Bekanntenkreis der Autorin. Name und nähere Ortsangaben wurden zum Schutz der Betroffenen und ihrer Angehörigen verändert beziehungsweise weggelassen.
