Zwischen uralten Steinen,
wo der Tag sein Licht nur zögerlich verliert,
stehst du beharrlich,
leuchtend in deinem stillen Mut
und doch vergessen hinter staubigen Tonnen.
Bist du dem Wind gefolgt,
um einsam aus einer Fuge zu kriechen?
Nun stehst du stolz
mit schmalen, tiefgrünen Blättern,
die deinen aufrechten Körper umschließen.
Zwischen den Steinen,
glatt geschliffen vom Atem vieler Jahre,
ragst du wie ein Juwel,
einem kalten Ort
unerwartete Schönheit abringend.
Deine Blüten strahlen
gelb und orange wie kleine Sonnen.
Sie tragen ihr seltenes Licht
in diese dunkle Ecke –
und mir stockt unerwartet der Atem.

