Der Wind hat sich gelegt.
Die Blätter schweigen still.
Des Flusses Wogen ruhen,
kein Schilf sich regen will.

Der Reiher schläft im Stehen,
der Igel im Gehölz.
Ein Hase lauscht – vergebens,
kein Ton von hier bis Tölz.

Ich stehe still am Ufer,
werf Fünkchen in die Zeit.
Nach Stürmen und Gehader
macht sich nun Freude breit.

Es glitzert hoch am Himmel,
der frühe Abendstern.
Und auch der Mondmann zwinkert
mir schelmisch zu von fern.

Der Wind hat sich gelegt,
ich eile froh nach Haus.
Am Himmel schüttet jemand
frech rote Farben aus.