Thema: Politik und Gesellschaft
Zur Beitragsübersicht
Eine Welt auf Augenhöhe – Teil 11
Didi
„Didi“ heißt in Wirklichkeit nicht so – der Name wurde zum Schutz der betroffenen Personen geändert.
Wenn Didi heranbrauste, war sein Cabrio nicht zu überhören. Sylvia, seine neue Freundin, wurde jedes Mal puterrot, wenn wir über seine Auftritte lachten oder spöttische Bemerkungen machten.
Wir mochten Didi nicht. Er wirkte wie ein aufgeblasener Schnösel.…
Eine Welt auf Augenhöhe – Teil 10
Wenn unser System versagt
MONA
Ein Fall in meiner Nähe – und er lässt mich erschüttert zurück.
„Mona“ heißt in Wirklichkeit anders – der Name wurde zum Schutz der Betroffenen geändert.
Mona hat ihren Traummann geheiratet. Einen schönen Mann. Charmant, erfolgreich. Ein Mann, auf den man neidisch sein könnte.
Sie ist glücklich.…
„Arbeitsplätze erhalten“ über alles? – Teil 2
Mindestlohn im Spannungsfeld
Der gesetzliche Mindestlohn wird oft als Maßnahme zur Sicherung und Verbesserung von Arbeitsplätzen verkauft, weil er Beschäftigte vor Lohndumping und Ausbeutung schützt. Politiker und Interessenvertretungen argumentieren, dass der Mindestlohn nicht nur zu einem besseren Einkommen, sondern auch zu mehr Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt beiträgt – und damit Arbeitsplätze „erhält“.…
Eine Welt auf Augenhöhe – Teil 9
Das Patriarchat ist nicht monolithisch
Wenn wir vom Patriarchat sprechen, denken viele an ein universelles System der Unterdrückung, das alle Frauen gleichermaßen betrifft. Doch in Wirklichkeit ist das Bild viel komplexer. Nicht jede Frau erfährt Diskriminierung auf die gleiche Weise, und nicht jeder Mann profitiert gleichermaßen von patriarchalen Strukturen. Das Konzept der Intersektionalität, geprägt von der Juristin und Wissenschaftlerin Kimberlé Crenshaw, hilft uns zu verstehen, wie sich verschiedene Formen der Unterdrückung überlappen und gegenseitig verstärken können.…
„Arbeitsplätze erhalten“ über alles? – Teil 1
Die Formel „Arbeitsplätze erhalten“ wird in politischen und medialen Debatten oft als universeller Rechtfertigungsgrund für wirtschaftliche, soziale oder sogar ökologische Maßnahmen verwendet – doch sie ist analytisch leer und dient häufig dazu, soziale Ungleichheiten oder harte Einschnitte abzufedern oder zu legitimieren.
Was steckt hinter dem Argument mit den wegfallenden Arbeitsplätzen?
Das Schlagwort wird vorrangig eingesetzt, um wirtschaftspolitische Entscheidungen – etwa Subventionen, Industrieerhalt, Großprojekte oder Deregulierungen – zu rechtfertigen, unabhängig von der Qualität der Arbeitsplätze oder ihrer gesellschaftlichen Sinnhaftigkeit.…
What about …
Vor zwei Jahren – an einem siebten Oktober – begannen Terrororganisationen aus Gaza mit unvorstellbaren, unsagbaren Grausamkeiten den Gaza-Krieg. Ein Menschheitsverbrechen, das den größten und schrecklichsten Massenmord an Juden seit dem Holocaust darstellt. Und seit zwei Jahren sind Menschen verschleppt, die unter schlimmsten Bedingungen gefangen gehalten werden. Erniedrigt, gequält, ermordet.
Dem Gedenken an die Opfer dieser Gewalt-Eskalation begegnete Daniel Bax in einem Artikel in der taz mit folgendem Satz: „Zum Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas wurde offiziell der Opfer in Israel gedacht.…
