von Clara Sternfeld

KAPITEL I

Szene 37

Vera sitzt auf dem steinernen Rand eines riesigen Pflanzkübels. Die Weite, das Pflaster, die alten Gebäude – ich vermute, wir sind auf einem Marktplatz. Nach und nach füllt er sich mit Menschen. Vorhin hat mir Vera noch erklärt, dass Fridays for Future eigentlich durch die Hartnäckigkeit eines schwedischen Mädchens entstanden ist. Einer Schülerin, die Freitag für Freitag, allein, aus Angst vor einer unbeherrschbaren Klimakrise der Schule fernblieb, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Und aus dieser einen Schülerin – einer einzigen! – wurde eine weltweite Bewegung.
Vera fragte mich nicht, warum ich das nicht wusste, aber ich sah es hinter ihrer Stirn arbeiten.
Doch heute kommen nicht nur Schülerinnen und Schüler. Ich sehe einen buntgemischten Haufen. Manche mit Fahnen oder selbstgemalte Tücher mit farbigen Botschaften. Mütter mit Kinderwägen, junge Leute, alte Leute, viele Jugendliche.
Ich setze mich zu Vera auf die Umrandung.
Vor einem Gebäude, ich vermute das Rathaus, ist ein kleines Holzpodium aufgebaut. Verschiedene Kästen und Geräte stehen da bereit.
Heute stelle ich Vera besser keine Fragen mehr. Ich habe sie schon genug aus der Fassung gebracht.
Es fällt mir schwer, die Stimmung zu beschreiben. Ich sehe viele ernste Gesichter, aber auch kleine Grüppchen, die sich angeregt unterhalten. Manche haben einen Regenschirm als Schattenspender aufgespannt.
Ich bin angespannt. Und neugierig. Heute werde ich wohl erfahren, was es mit dieser Klimakrise auf sich hat.
Ein junger Mann mit einer Gitarre setzt sich auf das Podium. Ein anderer stellt ihm ein Mikrofon hin. Endlich etwas, das ich auch kenne. Eine junge Frau stellt den Musiker vor – alle klatschen. Viele scheinen ihn zu kennen.
Als er zu spielen beginnt, klatsche ich reflexartig – ich allein. Gesichter drehen sich nach mir um, schnell senke ich meine Hände. Wie schön er spielt – und singt. Was genau, weiß ich nicht, aber es ist melancholisch.
Ich kenne solche Lieder aus dem Krieg. Manchmal sang auch ein Soldat, wenn es eine Gefechtspause gab.
Vera stupft mich an: „Die erste Aktivistin kommt. Das ist Emilia. Eine Freundin von Leonie.“
Der Musiker geht – unter Applaus. Emilia tritt ans Mikrofon. Ihre Stimme klingt energisch, aber in ihrer Rede schwingt Trauer mit, tiefer Ernst:

„Vor ein paar Jahren waren wir uns doch einig: Der Klimaschutz hat Priorität. Runter mit der Kohle, Schluss mit fossilen Brennstoffen – der Weg war klar. Deutschlandweit gab es Demos. Sogar Bäume wurden besetzt. Neue wurden gepflanzt.
Aber was passiert jetzt? Statt echten Fortschritts bauen wir neue Gaskraftwerke. Statt Wandel erleben wir ein Comeback fossiler Lobbyträume! Von Fossil zu Fossil – als hätten wir nichts gelernt!
Die Hälfte aller Haushalte heizt mit Gas. Die Flüssiggas-Terminals sind gar nicht ausgelastet. Wir importieren teure Fracking-Gasimporte aus den USA – obwohl Fracking hier aus gutem Grund verboten ist. Und wir kaufen Gas aus Ländern, mit denen wir eigentlich keine Geschäfte mehr machen wollten – auch sanktioniertes russisches Gas, das durch ausländische Hintertüren in unsere Gasspeicher gelangt.
Und während alle von Brückentechnologie reden, zeigen neue Studien: Gas ist keine saubere Brücke. Im Gegenteil – Methanverluste, Transportwege, Fördermethoden – das alles macht Gas klimaschädlich. Oft sogar schlimmer als Kohle.
Was macht die schwarz-rote Regierung? Sie beschließt, selbst nach Gas zu bohren – auch in Wasserschutzgebieten und in der Nähe von Nationalparks! Dabei weiß man längst: Bohrungen verschmutzen das Grundwasser und können Erdbeben auslösen – das ist bei Oldenburg schon passiert.
Wir stehen heute hier, weil wir sehen: Der Klimaschutz wird geopfert. Für Profite. Für alte Denkweisen.
Wir sagen: Nicht mit uns! Es braucht ein echtes Umdenken – und das sofort!“

Was bei allen guten Geistern ist Fracking-Gas? Was sind Gas-Terminals? Achtzig Jahre sind vergangen, aber die Welt ist eine völlig andere.
Die Leute schweigen noch einen Moment – und klatschen dann stürmisch Beifall.
Ein junger Mann übernimmt. Hochgewachsen, schlank. Ich schätze ihn auf Mitte zwanzig – fast so wie ich damals. Wieder wird geklatscht.

„Ich bin Thorsten und seit der Gründung von FFF in Deutschland dabei.
Liebe Freundinnen und Freunde,
was wir gerade erleben, ist ein klimapolitischer Rückschritt – und das mitten in der Krise!
Der neue Koalitionsvertrag ist eine Bankrotterklärung! Kein Wort zum Klima – oder wenn, dann nur für Rückabwicklungen. Das Heizungsgesetz soll wieder aufgeweicht werden. Das versprochene Klimageld? Soll zweckentfremdet werden. Und das Klimaziel haben sie einfach nach hinten verschoben.
Dabei hat das Bundesverfassungsgericht längst geurteilt: Auch wir – die jungen Generationen – haben ein Grundrecht auf eine lebenswerte Zukunft.
Aber dieses Urteil interessiert in Berlin offenbar niemanden mehr.
Und auch im neuen Haushalt spielt der Klimaschutz kaum eine Rolle – obwohl über 26.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unsere Forderungen unterstützen.
Was wir fordern, ist kein Extrem. Es ist nicht radikal. – Es ist das Mindeste: Wir fordern eine Regierung, die unsere Lebensgrundlagen schützt.
Aber was passiert stattdessen? Die schwarz-rote Koalition redet sich mit ‚Technologieoffenheit‘ heraus. Aber was ist das anderes als ein Freifahrtschein fürs Nichtstun?
Die vielversprochene Verkehrswende? Fehlanzeige.
Die längst beschlossene Wärmewende? Nicht mehr erkennbar.
Von ehrlicher Klimapolitik keine Spur – nur noch Lippenbekenntnisse.
Wir sagen: Schluss mit der Realitätsverweigerung! Schluss mit Ausflüchten und leeren Versprechen! Was wir brauchen, ist eine Politik, die den Ernst der Lage anerkennt. Eine Politik, die Verantwortung übernimmt – für uns, für kommende Generationen und für die, die schon heute am stärksten betroffen sind. Eine Politik, die niemanden zurücklässt.
Deshalb fordern wir: Klimagerechtigkeit. Jetzt – und nicht irgendwann!“

Thorsten verkündet noch: „Zehn Minuten Pause. Ihr könnt euch dort kostenlose Getränke abholen. Wegen der extremen Hitze.“
Seitlich der Rathaustreppe ist ein Holztisch aufgestellt und Jugendliche verteilen Becher mit Wasser. Wie gesittet es zugeht. Großartig, diese Jugend!
„Möchtest du auch?“ Vera sieht mich fragend an. Ich lehne stumm ab.
„Irgendwie kommst du mir vor, als hättest du zeitlebens im Urwald gelebt. Fernab von jeder Zivilisation.“
„Stimmt“, erwidere ich trocken. „Aber ich musste fliehen, nachdem sie dort alles abgeholzt haben.“
Vera sieht mich erschrocken an. Ich habe offenbar ins Schwarze getroffen.
Auf dem Podest tut sich etwas. Ich freue mich auf die nächste Rede. Doch es kommt anders.
Ein junger Mann stellt ein seltsames Gerät auf. Er macht rhythmische Geräusche mit dem Mund, die das Gerät wiederholt – mehrere gleichzeitig. Dann singt ein zweiter Mann dazu. Die Menge ist begeistert.
Die Sonne brennt inzwischen glühend heiß. Es ist fast unerträglich. Aber der Platz bleibt voll. Alle harren tapfer aus.
Vom Bürgermeisteramt allerdings ist keiner zu sehen. Weder hier draußen noch an einem der Fenster. Arbeitet heute niemand – oder haben sie sich verschanzt?

Auch wenn ich nicht Klimaschutz in dem Sinne kenne, so gab es durchaus zu meiner Zeit auch Stimmen, die vor übermäßigem Abbau der Ressourcen warnten. Es gab Ökonomen, die auf zu intensive Landwirtschaft hinwiesen und dass die Vorkommen von Torf endlich sind. Besonders eines stand im Vordergrund: Überfischung lokaler Bestände. Wobei ich sagen muss, manche fischten auch einfach, weil die Nahrungsmittel knapp waren.
Sogar Hitler betrieb eine Art Naturschutzpolitik. Wir nannten es „Erhalt der deutschen Landschaft“ – allerdings, ich gestehe es ungern, mit völkischem Hintergrund. Es ging weniger um den Schutz der Natur als Lebensgrundlage für alle, sondern um die Idealisierung einer vermeintlich „ursprünglichen deutschen Heimat“. Flüsse, Wälder, Moore – sie galten als Teil des „deutschen Blutes und Bodens“, als Sinnbilder einer reinen, bäuerlich geprägten Volksgemeinschaft. Die Flora wurde romantisiert, aber vor allem als Bühne für eine rassisch definierte Ordnung gesehen. Der Schutz der Natur war nicht Zweck an sich – er war Teil der Ideologie. Auch die ersten Naturschutzgesetze des Reiches dienten letztlich dieser politischen Absicht.

Das Programm geht weiter und enthebt mich weiterer Überlegungen. Fast erleichtert lausche ich der Musik und dem Gesang eines weiteren jungen Mannes. Danach wird wieder kurz umgebaut und ein noch sehr junges Mädchen steht hinter dem Mikrofon. Ich bin beeindruckt von so viel Engagement und Mut, von diesem Willen, ihre Erde zu retten. Im Krieg gab es auch unzählige mit Engagement und Mut, aber da wurde nicht gerettet, sondern vernichtet.

„Ich bin Lotte“, beginnt das Mädchen: „und ich stehe hier – für unsere Zukunft.
Wir haben heute schon etliches über fossile Energie gehört, aber unsere Zukunft kommt nicht aus Gas, Kohle oder Öl – sie kommt aus Sonne und Wind.
Wir haben schon viel erreicht. Mit Mut, mit Ausdauer. Und mit etwas mehr gutem Willen könnten wir noch viel schneller vorankommen.
Doch was geschieht stattdessen?
Der dringend nötige Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und klimafreundlicher Mobilität wird blockiert – durch zähe Genehmigungen, fehlende Infrastruktur, politischer Mutlosigkeit und das Festhalten an gestrigen Ideen. China hat uns längst überholt. Unsere Solaranlagen kommen jetzt von dort. Bald vielleicht auch unsere Windräder. Und die E-Autos sowieso.
Unsere klimafreundliche Wirtschaft wird abgewürgt – während andere längst vorangehen.
Wo bleiben die Ladepunkte? Wo die Bahntrassen? Wo die sicheren Radwege?
Statt Lösungen diskutieren manche allen Ernstes über die Rückkehr zur Atomkraft – ein teures, gefährliches Ablenkungsmanöver.
Dabei ist längst klar:
Wir könnten Millionen Dächer mit Solaranlagen ausstatten.
Windräder dort bauen, wo Menschen zustimmen – mit Beteiligung, mit Gerechtigkeit, mit Zukunft.
Und was wäre, wenn wir den ÖPNV stärken würden, statt ihn kaputtzusparen?
Wenn wir neue Mobilität für alle schaffen würden – statt weiter Milliarden in klimaschädliche Autobahnen zu stecken?
Das 9-Euro-Ticket hat uns gezeigt, was möglich ist, wenn politischer Wille auf soziale Gerechtigkeit trifft.
Millionen sind umgestiegen – freiwillig!
Sie sind freiwillig vom Auto auf Bus und Bahn umgestiegen. Es war ein Hoffnungsschimmer.
Dann kam das 49-Euro-Ticket – für viele schon zu viel. 19 oder auch 29 Euro – das wäre gerecht gewesen.
Und jetzt? Jetzt wird es noch teurer. Züge fallen aus. Strecken verrotten. Auf dem Land fährt oft gar nichts.
So vertreibt man die Menschen zurück ins Auto. So verspielt man Vertrauen.
Wer Klimaschutz ernst meint, muss Mobilität für alle ermöglichen – nicht nur für Reiche in Großstädten. ÖPNV darf kein Luxus sein. Ein faires Ticket für alle ist eine Grundvoraussetzung für soziale Klimagerechtigkeit.
Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Die Lösungen liegen auf dem Tisch – wir müssen sie nur umsetzen. Klimagerechtigkeit beginnt nicht morgen – sondern heute.“

Wie kann ein so kleines Mädchen eine so erwachsene, kraftvolle Rede halten? Am Ende habe ich direkt die Luft angehalten, so haben mich ihre Worte gefesselt. Und ich habe sogar begriffen, was mit ÖPNV ungefähr gemeint sein könnte.

Vera legt ihre Hand auf meinen Arm und deutet auf eine junge Frau, die sich mit weiteren jungen Menschen neben dem Podium unterhält. „Das ist Leonie. Sie spricht gleich als nächste.“
Das ist meine Leonie? Meine Urenkelin? Was für ein hübsches Mädchen sie ist? Wie gerne würde ich einfach zu ihr hinüberlaufen – aber das geht nicht. Sie würde niemals glauben, dass ein junger Mann ihr Uropa ist. Wie sollte sie auch?!
Leonie stürmt auf das Podium. Sie nimmt das Mikrofon aus der Halterung und tritt nach vorne an den Rand. Schmal, fast zart und doch ein Energiebündel. Dunkle Locken umrahmen ihr hübsches Gesicht und ihre dunklen Augen blicken ernst zu uns herunter.

„Der Planet brennt – und niemand löscht.
Was muss noch geschehen, damit endlich alle aufwachen?“

Leonie spricht emotional und aufgeladen. So geht auch ein Raunen durch die Reihen.

„Ich bin Leonie – und ich spreche für ein lebenswertes Leben.
‚Wetter gab es schon immer‘ – heißt es dann. Wenn der Starkregen Dächer abdeckt.
Wenn Schlammlawinen ganze Dörfer verschlingen. Alles nur Wetter? Wirklich?
Ja, es gab immer wieder Naturkatastrophen – hin und wieder. Nicht Schlag auf Schlag!
Flüsse werden zur Waffe. Die Erde beginnt, sich zu wehren.
Sprechen wir über das Ahrtal 2021. Nicht wahr! Häuser, Brücken, Autos verschwanden. Von jetzt auf nachher. Über 180 Menschen starben – ertrunken, verschüttet, mitgerissen. Und unzählige Tiere: mitgerissen, vergessen, totgeschwiegen.
Sprechen wir über Bayern 2024. Sintflutartige Regenfälle, Schlammlawinen haben Autos und Menschen mitgerissen, zerstörte Straßen, übergelaufene Keller, Hagel, groß wie Tennisbälle, zerstörte Dächer und Felder.
Sprechen wir über die Fluten in Pakistan 2022. Ein Drittel des Landes stand unter Wasser. 33 Millionen Menschen waren davon betroffen. Familien, Kinder – Menschen wie wir. Mit Hunger, Cholera und Obdachlosigkeit.
Sprechen wir über die Flut in Libyen. Zehntausende Tote, ganze Städte wurden ausgelöscht.
Sprechen wir über die Rekordregenfälle in Australien. Tausende Häuser waren überflutet. Dutzende Tote. Der Schaden bewegt sich in Milliardenhöhe.
Gleichzeitig kämpfte die ländliche Bevölkerung in großen Teilen des Inlands gegen eine der schlimmsten Mäuseplagen der vergangenen hundert Jahre. Wegen Dürre.
Die heißen Sommer der letzten Jahre führen zu Wasserknappheit und zu sinkenden Grundwasserspiegel. Austrocknende Flüsse. Versiegende Quellen.
Die Industrie und die Landwirtschaft nehmen mehr Wasser, als die Natur geben kann.
In manchen Regionen darf man nicht einmal mehr den Garten gießen.
Selbst Atomkraftwerke können nicht mehr gekühlt werden – so wie letztes Jahr in Frankreich.
Und trotzdem tun alle weiter wie bisher.
Wie viele Katastrophen noch, bis endlich alle aufwachen?
Erdbeben nehmen zu – weltweit. Mit verheerenden Folgen.
In der Türkei 2023 mit mehr als 55000 Toten.
Vulkanausbrüche häufen sich. Selbst in der Eifel beginnt es zu rumoren.
Waldbrände wüten in Kanada, USA, Griechenland, Italien, Australien – Millionen Hektar zerstört, Milliarden Tiere tot, tausende Häuser verloren.
Die Gletscher schmelzen. Felsabbrüche, Lawinen, Steinschläge nehmen zu.
Die Pole verlieren Eis. Die Ozeane steigen. Das Klima kippt.
Und all das geschah nicht in hundert Jahren – sondern in fünf.
…und was tut die Politik?“

In diesem Moment hat Leonie Vera entdeckt. Im nächsten stockt sie mitten im Satz. Mit weit aufgerissenen Augen starrt sie mich an, als hätte sie ein Gespenst gesehen. Einige Leute folgen ihrem Blick und wenden sich in meine Richtung, aber sie können nichts Außergewöhnliches feststellen.
Leonie versucht sich irgendwie zu fangen. Noch steht sie auf dem Podium. Ich verstehe auch nicht ganz ihre Reaktion. Woher will sie wissen? Oder weiß sie doch?

…was tut die Politik?“

Leonie umklammert das Mikrofon. Sie ist ein paar Schritte zurückgetreten, als brauche sie Abstand.

„Sie setzten auf Technologieoffenheit – und tun nichts. Sie verhandeln über unsere Zukunft, als wäre sie ein Rabattartikel auf dem Wochenmarkt.
Wir sagen: Genug.
Wir haben ein Recht auf Zukunft. Wir haben ein Recht auf eine Regierung, die den Artikel 20a unseres Grundgesetzes ernst nimmt: Der Staat hat die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. Das ist seine Pflicht – auch in Verantwortung für künftige Generationen.
Und wir sind nicht allein. Die Wissenschaft steht hinter uns. Und auch, wenn das 1,5°-Ziel kaum noch erreichbar ist – jedes Zehntelgrad zählt!
Wir wollen leben – nicht nur überleben.
Wir fordern: Schluss mit Lügen, Schluss mit Warten, Schluss mit Zerstörung.
Denn wer heute nicht handelt, der löscht unsere Zukunft.
Und das lassen wir nicht zu.“

Die Zustimmung rundum ist groß. Unter Beifall verschwindet Leonie hinter dem Podium und ich kann sie auch nirgends mehr entdecken.