Kultur

  • Die Winterbiene

    Mitten im tief verschneiten Wald entdeckt die kleine Winterbiene Bella ein Wunder – und eine große Gefahr. Ein zartes Mandelbäumchen blüht plötzlich mitten im Winter, wo seine Blüten im Frost untergehen würden. Während alle anderen Bienen im warmen Stock schlafen, stellt sich Bella mutig der eisigen Kälte und sucht Hilfe bei einer alten Eule und…

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  • Frost

    Ihr sprecht von Not, in euren warmen Hallen,wo euch kein Sturmwind an die Wangen schlägt.Ihr nennt sie fremd, lasst ihre Hoffnung fallen,wenn Elend sie an eure Schwellen trägt.Und wie ihr sprecht, so kühl und unbewegt,als wärt ihr längst aus Stein anstatt aus Blut.Gefühle sind aus Herzen fortgefegt,Sie pochen noch, doch ohne jede Glut.Wer Wind und

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  • Kain und Abel

    In längst verflossnen Erdenzeiten,da stritten heftig, voller Eitelkeiten,die Brüder Kain und Abel deftig,der eine klug, der andre kräftig. „Die Gunst der Maid sei mir vergönnt!“,vergnügt sprach Abel: „Denn ich könnt,ihr bieten einen Goldpalast,bei dir lebt sie auf einem Ast!“ Sein Bruder Kain ward grimmig rotund wünschte seinen Bruder tot:„Du Bratenrock, bei deinem Geiz,erliegt sie eher

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  • Herbst

    Heute scheint der Sommer zurück.Ein Güterzug mit Neuwagenrast laut donnernd an mir vorbei. Zu meinen Füßen,auf glitzerndem Asphalt,liegt ein toter Schmetterling. Der warme Wind blästunter seine zarten Flügelund schlägt sie auf und zu, auf und zu,auf … und zu. Claudia Pauquet

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  • Der Nackmull

    Ein Mull ziehte sein Fellchen ausund bud im blauen Meer.Erst schwimmte er ganz weit hinausund dann noch hin und her. Der Kleine steigte wieder raus,erschrickte, und zwar sehr!Er siehte dort am Strand – o Graus!sein Fellchen nimmermehr. „Was nun? So sprichte er mit sich– sonst war ja niemand dort. –Hier liegte doch mein Fellchen, nicht?Genau

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  • Die Schleiereule

    Der Wind zieht sacht, der Mond scheint blass,die Nacht ist kühl und grau.Die Eule stößt sich aus dem Nass,das Wasser schimmert blau.Im See versinkt die letzte Glut,ein Schatten schwebt empor.Am Himmel streift die Wolkenflut,ein Stern lugt leis hervor. Sie gleitet lautlos durch die Nacht,ihr Blick ist scharf und klar.Im Silberlicht, das ewig wacht,entgeht ihr nicht

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